Jesaja-Andacht "to go", 5. Sonntag nach Trinitatis, 12. Juli


Gottesdienst - 5. Sonntag nach Trinitatis
12. Juli 2020

Kerze anzünden – Stille

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.    2.Korinther 13,13

Gebet Gott, ich bin hier (wir sind hier) allein – und doch durch deinen Geist mit anderen verbunden. Gott, umgib uns mit deiner Gegenwart, durchdringe uns mit deiner Liebe und erfülle uns mit deiner Kraft, Amen.
 
Lesung: Lk 5, 1-11 Der Fischzug des Petrus

1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, zu hören das Wort Gottes, da stand er am See Genezareth.

2 Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.

3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!

5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.

6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen.

7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und ihnen ziehen helfen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken.

8 Da Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.

9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die mit ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten,

10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.

11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Fahre hinaus, wo es tief ist,
„Hauptsache alles bleibt, wie es ist!“, das ist Dein Leitspruch. Den sagst Du dir immer wieder auch als Antwort, wenn andere dich fragen: „Wie hältst du das nur aus?“
Klar fragst du dich manchmal auch, ob es nicht besser wäre, irgendwie neu anzufangen. Aber das traust du dir kaum vorzustellen. Am schlimmsten ist es, wenn es ganz dunkel und still ist. Dann sind die Gedanken am lautesten:
„Ich kann doch nicht einfach alles hinwerfen und neu anfangen?.... "
"Dir aber hilft er so nicht. Keine Erscheinung mitten in der Nacht, keine Stimme aus dem Himmel.
Klar könntest Du Dich daran erinnern, dass Gott Dir in der Taufe das Versprechen gegeben hat: Ich bin immer bei dir.
Aber im Dunkeln der Nacht denkst du an alles Mögliche. Nur daran nicht. Keine Jesuserscheinung, die Dein Leben von jetzt auf gleich verändert. Aber ein Gedanke kommt Dir. Irgendwoher. Mehr und mehr nagt er an Dir, wird größer und fester: „Ich will nicht mehr so weitermachen! Ich will das etwas anders wird!“ "Eines Nachts liegst du wieder wach, wälzt Dich von einer Seite zur nächsten, hin und her. Der Kopf ist voll schwerer Gedanken. Und langsam bildet sich eine Idee heraus. Zunächst nur als vager Gedanke, dann immer konkreter.
Der Plan ist im Kopf und lässt sich nicht mehr abschütteln.
Du hältst daran fest, setzt Dich auf. Denkst nach über Für und Wider, Folgen und Gefahren. Du holtst tief Luft – dann stehst du auf ..."
Amen.

Fürbitte

Guter Gott, wir bitten dich, schärfe unseren Blick für das Wesentliche im Leben, für Gott und seine Botschaft: “Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Amen

Vaterunser

Lied: Verleih uns Frieden

 

Segen

Gott segne Dich und behüte Dich. Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden. Amen. 

Stille

Kerze auspusten

Ihre Pfarrerin Silke Höhne